#4 - Beziehung zum Hund: das Fundament für alles andere
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum klare Regeln einen Hund nicht automatisch einschränken – sondern ihm häufig erst echte Freiheiten ermöglichen. Wir erklären den Unterschied zwischen einer symmetrischen und einer komplementären Beziehung und schauen uns an, warum Führung nichts mit Härte oder ständiger Kontrolle zu tun hat.
Außerdem stellen wir den LakeDog-Beziehungskompass vor: ein Analysemodell, mit dem sich erkennen lässt, an welchen Stellen im Zusammenleben Veränderung sinnvoll sein kann.
Ihr möchtet euch noch intensiver mit eurer Beziehung zu eurem Hund beschäftigen und den Beziehungskompass genauer kennenlernen? Dann könnt ihr das Thema im Webinar der LakeDog Akademie vertiefen:
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Mehr über uns findet ihr hier: Instagram Lakedog: @lakedog_akademie Instagram Fabio: @fabio.unverstellt
Transkript anzeigen
00:00:00: Viele Menschen habe ich den Eindruck, denken immer wenn sie Regeln aufstellen dass sie damit ihren Hund einfach nur einschränken.
00:00:08: Aber eigentlich ist es ja so, wenn wir klare Regeln haben an die sich der Hund auch halten kann und ihr versteht hat am Ende des Tages mehr Freiheiten oder?
00:00:23: Willkommen bei Lake
00:00:24: Dog und
00:00:25: verstellt dem Podcast
00:00:26: mit Anne,
00:00:27: Katrin und Fabio
00:00:34: Bin ich absolut deiner Meinung an.
00:00:36: Ich seh das auch immer in der Praxis, dass die Leute denken wenn es auf einmal Regeln und Grenzen gibt dann darf der Hund überhaupt gar nichts mehr und er ist irgendwie nur auf seine Decke verbannt.
00:00:45: dabei hat er viel viel mehr Freiheiten kann zum Beispiel vielleicht einen Freigang genießen den es vorher nicht gab weil er die ganze Zeit über eine Leine abgesichert werden musste.
00:00:54: Und da ist dann wieder das nächste Thema, was da gleich aufgibt und zwar dass man eben da gerne Das Thema hat, dass man eben natürlich gleich gerne viele Freiheiten geben möchte.
00:01:07: Aber wie gerade schon gesagt ohne Regel keine Freiheit.
00:01:11: und das zu mehr Freiheiten ich hinterher für mein Hund will, das ist so klarer muss sich da am Ende des Tages sein Und da kommen wir ja eigentlich schon fast wieder darauf zu sprechen was wir in der ersten Folge schon besprochen haben eigentlich nicht am Symptom arbeiten kann, also quasi nicht in dem Fall Symptomen.
00:01:31: Wir wollen Freiheiten haben.
00:01:33: Am Ziel sage ich jetzt mal ist es eigentlich besser formuliert sondern dass wir einfach von vorne anfangen müssen und eben im Kleinen starten müssen.
00:01:42: Jetzt werden sich wahrscheinlich ganz viel die Frage stellen okay wo müssen wir dann überhaupt anfangen?
00:01:47: Und ich glaube das Thema Beziehung ist ja ein ganz großes Thema um hier rein zu starten Aber ich weiß gar nicht, ob für jeden immer klar ist was denn hinter diesem großen Wort Beziehung steht.
00:01:57: Katrin vielleicht magst du da kurz eine Erklärung dazu geben?
00:02:01: Also ich finde es immer schwierig quasi da einen Satz oder sowas draus zu machen weil ich finde Beziehungen fast einfach sehr viel.
00:02:08: Wichtig ist für mich auch was Anne auch immer anspricht eben Beziehungsbrauchig als Fundament das hast du ja auch vorhin grad schon gesagt.
00:02:16: aber Beziehing ist halt auch nicht das was ich sage.
00:02:18: okay ich habe jetzt ich baue meine Beziehunge auf Und dann ist nachher mein Problem gelöst.
00:02:24: Also an das hattest du ja auch immer angesprochen, dass das jetzt nicht das Zaubermittel dafür ist.
00:02:28: aber ich brauche halt eine Beziehung eben wie du vorhin gesagt hast als Fundament damit ich gewisse Thematiken auch angehen kann und ich finde es auch wichtig also wenn wir heute über Beziehungen sprechen oder wie ich meine Beziehungsquasi verändern kann, dass es natürlich nur Menschen betrifft, also nicht nur die Probleme haben.
00:02:49: Wenn ich eine Thematik mit meinem Hund habe, macht es Sinn das Fundament anzuschauen und dort Dinge eventuell zu verändern um nach einem meiner, in meinen Problemverhalten eher in die Richtung meines Zieles komme.
00:03:02: Das heißt wenn ich keine Thematiken oder wenig thematiken mit meinem Hund habe können diese Dinge, die wir dann auch besprechen quasi irrelevant sein.
00:03:11: Also das ist jetzt nichts, was ich mache.
00:03:13: Wenn ich kein Thema habe oder wenn mit meinem Hund alles funktioniert, was sich möchte dann muss ich ja auch nicht an meiner Beziehung an sich
00:03:19: arbeiten.".
00:03:21: Genau und ich finde, dass setzt eigentlich schon einer ganz guten Stelle an oder spricht wieder einen wichtigen Punkt an, dass wir auch immer wieder Leute haben die quasi zu uns kommen und denen gesagt wurde, beziehungsweise die Bindung zu ihrem Hund sei... nicht gut oder sie hätten keine zu ihrem Hund und das würde ich mal schnell als, wie sagt man am Märchen abstandeln.
00:03:47: Weil eine Beziehung hat man eigentlich ziemlich schnell.
00:03:51: also in der Beziehungen hat man beispielsweise mit seinen Arbeitskollegen auch wenn man mit denen abends nicht in die Kneipe geht und wer ein Trinken geht.
00:03:58: Eine Beziehungs habe ich zu meinen Nachbarn auch wenn ich die vielleicht nur grüßt und mal kurz Smalltalk halte dann hab' ich trotzdem eine beziehung zu dem.
00:04:08: Und deswegen finde ich das immer sehr witzig, wenn es dann heißt dass man keine Beziehung zum Hund hat.
00:04:14: Oder
00:04:14: dass auch jemand gesagt hätte eben du hast keine Beziehen zu einem Hund.
00:04:17: also man kann nicht eine Beziehungen haben Wenn man regelmäßig in Kontakt mit jemanden ist, dann hat man einfach eine Beziehe.
00:04:25: Ich finde es gibt ja auch allgemein sogar Also eine Beziehung, wenn es um das Thema Füttern gibt.
00:04:31: Ich gebe an meinem Hund jeden Tag das Futter als habe ich automatisch schon eine Beziehung.
00:04:35: Weil ich bin ja für ihn die Person, die ihm das Futter gibt.
00:04:38: Also ich glaube, Beziehungen ist da immer ein ganz großes Wort was vielleicht auch oftmals nicht in den richtigen Kontext gesetzt wird.
00:04:45: Wir haben ja die zwei Beziehungsstrukturen.
00:04:48: Das ist einmal eben die Komplementäre und die Symmetrische sind natürlich jetzt Fachbegriffe irgendwie... den Raum geschmissen, die wir natürlich auch irgendwo erklären wollen.
00:04:58: Ich würde mal sagen, wir fangen mal bei den Symmetrischen an weil die Symmetrischheit eigentlich das ist was quasi wir Menschen auch immer wollen und was ja auch für uns menschensinnig ist und das was wir irgendwie mit unserem Hund auch gerne Haar hätten quasi so.
00:05:10: Also symmetrisch bedeutet es die Beziehung quasi auf Augenhöhe.
00:05:14: Das habe ich in Freundschaften, also Freundschaft unter Erwachsene haben das.
00:05:20: Ich bin hier sehr viel im Austausch, jeder sagt so wo seine Grenze ist.
00:05:24: Es gibt auch zwei verschiedene Meinungen.
00:05:26: die sind alles völlig okay.
00:05:28: das heißt man geht mehr in die Diskussion was man macht und jeder kann so seine Meinung auch vertreten.
00:05:34: Und bei allem was ich an der Stelle wichtig finde es muss halt auch gar nicht auf einen länder kommen.
00:05:40: also ist nicht nur so dass irgendwie zwei meinungen bestehen und man sich dann irgendwie einigen muss sondern es kann durchaus sein dass jeder wirklich eine andere Meinung hat, man drüber spricht und trotzdem nicht auf einen Länder kommt.
00:05:52: Und auch das ist dann in Ordnung soll so sein und es ist okay.
00:05:56: Da gibt's natürlich auch bessere und schlichtere Beispiele vielleicht.
00:06:01: Das ist schon cool wenn man das dann auf eine gute Art und Weise miteinander klären kann.
00:06:07: aber grundsätzlich muss man seine Meinung oder seine Wünsche an der Stelle vielleicht auch nicht anpassen, wenn man in einer symmetrischen Beziehung ist Und an der Stelle sieht man im Prinzip auch schon, dass das eben nicht so richtig in einer hohen Menschbeziehung funktionieren kann.
00:06:25: Weil wir normalerweise die Hunde ja in unserer Welt haben und nicht hier bei den Hunden leben.
00:06:30: Das heißt diese Entscheidungsfreiheit ich möchte das nicht oder ich möchte daß nicht oder Ich möchte irgendwas Spezielles aufseiten des Hundes.
00:06:39: Das funktioniert halt leider... nicht so gut, wenn der Hund in einer Menschenwelt lebt?
00:06:43: Nee.
00:06:43: Der Hund hat ja auch ganz andere Fraussetzungen.
00:06:46: Also wir haben ihn in unsere Menschenwelt geholt.
00:06:49: also er hat jetzt nicht entschieden dass er irgendwie eine Wohnung leben möchte zum Beispiel.
00:06:56: Ja, und ich finde auch das ist überhaupt nicht des Bedürfnisses des Hundes.
00:07:00: Also in der Praxis sieht man dann ganz oft dass die Menschen sich das wünschen, der Hund es aber überhaupt nicht leisten kann.
00:07:07: Ich hatte zum Beispiel mal einen Australian Shepard, der ist die ganze Zeit im Kreis gelaufen hoch runter im Haus hat das Fenster rausgeschaut und der Wunsch des Menschen war es, dass der Wund sich eigenständig ablegt und sich seinen Lieblingsplatz aussucht.
00:07:20: Der Hund hat es aber gar nicht geschafft, sich abzulegen.
00:07:22: Es wäre viel einfacher gewesen ihm zu erklären, leg dich doch dahin und entspann dich einfach mal!
00:07:27: Aber stattdessen war der Mensch so auf seine Wünsche fokussiert... ...und er möchte unbedingt, dass der Hund alles allein entscheiden kann,... ...dass er die Bedürfnisse des Hundes gar nicht gewahrt hat in der
00:07:37: Sequenz.".
00:07:37: Und das Witzige ist an dieser Stelle finde ich nochmal was noch zusätzlich obendrauf kommt.
00:07:43: Jetzt grad wenn du sagst, Australien scheppert.... Das ist ja ein Spezialist eigentlich.
00:07:47: Also es is'n spezialisierter Hund der auf viel gezüchtet ist, also alles viel.
00:07:55: Viel Wahrnehmung, viel Arbeit, viel Energie und wir haben hier einen Hund, der schon in eine extreme Richtung geht vom Typ her.
00:08:07: Und das haben wir so gemacht!
00:08:09: Jetzt stehen wir auf einmal da und sagen jetzt muss der Hund selber damit klarkommen.
00:08:13: So, jetzt soll der auf einmal selber Entscheidungen treffen.
00:08:16: Und da, finde ich, müssen wir uns einfach erst mal im Klaren darüber werden, dass wir am Ende des Tages dann auch die Verantwortung haben ihm zu helfen sich zu regulieren.
00:08:25: Weil diese Power, die wir da reingezüchtet haben würde es in dem Sinn so sage ich meine Natur nicht geben.
00:08:32: das heißt er tut sich schwerer als vielleicht ein Urhund Typ sich selbst zu reguliere.
00:08:39: Das fällt dem einfach schwer.
00:08:40: Okay, aber ich weiss schon wieder mega vom Thema ab!
00:08:44: Da kommen wir wieder auf das Thema Rassenzusprechen.
00:08:46: Ja
00:08:46: genau.
00:08:48: Machen wir vielleicht irgendwann mal eine Folge?
00:08:49: Genau.
00:08:49: Aber dann beschlagen wir wieder den Haken zum Thema zurück.
00:08:53: Ich finde es ist super wichtig dass wir gucken wo mit der Genetik und so weiter Wasser drin steckt weil wir Menschen haben das gemacht und wir waren ja auch beim Thema.
00:09:00: eben die Menschen haben Also der Hund hat eben nicht beschlossen, dass er jetzt in die Wohnung zieht und Nachtruhe hält.
00:09:08: Das damit die Nachbarn irgendwie nicht aufwachen wenn er bellt.
00:09:11: Dass er irgendwie Fahrradfahrer ignoriert, die irgendwie durch sein Territorium rasen oder irgendwelche Autos wieder durch die Gegend fahren.
00:09:18: Und das es da eine Straße gibt und die Autos einen umfahren.
00:09:21: Das sind einfach ... Oder dass er quasi nett zum Tierarzt geht und sagt ich setze mich da jetzt hin weil so... Natürlich, dass ich wieder so Fibothermometer in den Po stecken lasse und solche Dinge.
00:09:32: Also es ist einfach ... Wenn wir da drüber nachdenken, also wir haben die Hunde in unsere Menschenwelt geholt dann haben wir sie quasi schon extrem in manche Richtungen gezüchtet Und dann können wir jetzt leider nicht von ihnen erwarten das sie in dieser Welt, die wir gemacht haben mit dieser Genetik quasi ohne unsere Anweisung leben können.
00:09:55: Ich habe auch irgendwie das Gefühl, unseren Hunden wird manchmal mehr zugesprochen als unsere Kindern.
00:10:01: Also oftmals ist es ja so, dass Eltern sagen ja um acht gehen wir ins Bett und es ist gar kein Problem und niemand findet es schlimm und niemand sagt oh du bist irgendwie das böse Elternteil.
00:10:10: Aber bei Hunden ist es dann ganz, ganz schlimm wenn wir einfach mal ganz normale Regeln haben und sagen ich möchte nicht dass du mich von A nach B ziehst die ganze Zeit da ist es gleich.
00:10:19: oh aber des Bedürfnisses des Hundes ist es überall zu schnüffeln.
00:10:22: Ich habe dazu mal ein Video gemacht auf Instagram und hab gesagt dein Hund muss dich nicht zu jedem Gras halten ziehen.
00:10:27: ich hatte den größten Shitstorm weil die Leute gesagt haben ich unterdrücke die bedürfnisse meines Hundes
00:10:33: Und das Ding ist ja also du unterdrückst sie ja nicht sondern Er kann es vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt machen, wo ich sage hier ist eine Wiese.
00:10:40: Geh und geh Zeitung schnüffeln!
00:10:41: Es geht ja nicht darum dass sich eben irgendwas nehme nur es geht halt darum das es nicht immer möglich ist aus irgendwelchen Gründen und... Das ist eben um nochmal auf die Beziehungsarten zurückzukommen Die komplementäre Beziehungen die wir hier brauchen quasi diese Eltern-Kindbeziehungen, die es
00:10:58: gibt,
00:10:58: die brauchen wir eben durch das was ähm..die Kombination eben hergibt beim Hund auch Und ich glaube, das wird oft missverstanden weil wir eben gerne symmetrische und auf Augenhöhe mit unserem Hund leben würden.
00:11:10: Das halt einfach nicht geht.
00:11:11: aber... Es ist ja auch trotzdem so, wie sagen wir jetzt die komplementäre Beziehung noch auf die Beziehungen zurückzukommen anstreben.
00:11:17: Es ist da trotzdem so dass es Momente im Alltag mit deinem Hund gibt wo du auch symmetrisch bist.
00:11:22: das ist ja alles nicht festgefahren nur quasi der Hauptrahmen sollte irgendwo komplementär sein damit der Hund einfach weiß wie er mit der Umwelt umgehen kann und dann kann ich trotzdem mal mit ihm auf Augenhöhe sein beim Graufen beim Spielen usw.
00:11:34: Das hat er damit gar nichts zu tun.
00:11:37: Ja, voll und ich kann ihm ja auch mal die Entscheidung geben.
00:11:40: Ich kann ja auch keine Ahnung bei einem Futter mal die Entscheidungen ihm überlassen was er denn jetzt in dem Moment gerne lieber hätte oder so.
00:11:46: es muss ja auch gar nicht immer diese Härte sein von der da immer gesprochen wird.
00:11:51: Es kann super harmonisch sein.
00:11:54: also eben wie gesagt ich kann mit ihm spielen und raufen und dann kann er gewinnen und er kann auch mal vor mir aus hier durch die Wiese flitzen und fünf Minuten an einem Grashalm riechen.
00:12:06: Aber es geht einfach darum, dass wenn es drauf ankommt in Situationen wo ich das Ganze brauche, dass ich dann die komplementäre Struktur habe und wiederum weiß, dass, wenn ich das sage, auch für meinen Hund okay ist.
00:12:20: Das ist quasi Beispiel eben gerade wieder bei Kindern.
00:12:24: also jetzt... Man will das Kind länger wach bleiben, weil Freunde da sind oder was im Fernsehen läuft, was es sehen will.
00:12:33: Dann kann ich als Erwachsener auch sagen, okay gut dann bleibst du heute länger wachten und es ist bis zum Elfwach aber ich hab trotzdem die Möglichkeit es morgen wieder um neun ins Bett zu schicken.
00:12:41: Das ist für mich nicht komplementäre Struktur.
00:12:44: Ich gebe natürlich Freiharten, ich mach ja auch Ausnahmen.
00:12:46: Du kannst's mal machen.
00:12:47: Aber wenn ich dann wieder zur Regel zurück möchte, funktioniert es aber ohne großen Konflikt.
00:12:54: Ja, ich glaube das Thema ist aber... Ich weiß nicht ob wir damit jetzt ein zu großes Thema für die Folge anreißen.
00:12:58: Aber da ist ja auch die Konsequenz dahinter!
00:13:01: Ich kann mich auf dich verlassen und deshalb kann ich sehr akzeptieren dass du in dem Moment sagst Jetzt ist es in Ordnung morgen kann ich aber auch schon wieder einfordern Das ist nicht in Ordnungen ist es wie länger wach bleiben.
00:13:12: Dafür muss sich aber paar Kompetenzen mitbringen Und ich glaub die gehen oftmals im Zusammenleben zwischen Mensch und Hund verloren wenn die Menschen sich nur nach den Wünschen ihres Hundes richten.
00:13:23: Ja, wobei das glaube ich ganz gut in die Folge ja auch reinpasst.
00:13:26: Wenn wir mal einen Schritt weiter quasi gehen also wenn wir sagen okay Ich habe ja eine Beziehungsstrukturen, die wir gerade so ein bisschen angesprochen hatten und jetzt hab' ich irgendwie die Thematik mit meinem Hund und möchte dann ein bisschen was verändern und sag ok ich nehme jetzt als erstes mal das Fundament weil es einfach sinnvoll ist zu gucken läuft denn in meiner Beziehung zu meinem Hund alles so wie es sein sollte.
00:13:48: beziehungsweise gibt's da vielleicht Stellschrauben wo ich noch ein bisschen drehen kann, damit die anderen Probleme sich wieder auflösen oder verändern sozusagen.
00:13:59: und da kommen wir darauf zurück.
00:14:01: eben wie veränder ich Beziehung.
00:14:04: Also wie kann ich Beziehen eventuell verändern?
00:14:06: Vielleicht können wir direkt in das Thema reinspringen Katrin weil es ja ein schöner Ansatz den ihr bei Lake Dog vermittelt.
00:14:12: Ihr habt dafür ja ein eigenes System entwickelt dass hier den Auszubildenden immer an die Hand gibt um genau diese Stellschrauben zu identifizieren.
00:14:20: und ich muss auch sagen, dass es bei mir oftmals in der Praxis einer der größten Hebel.
00:14:25: Ich mache das ja dann immer mit einer Videoanalyse, die sich im Testen den Menschen zeigt okay wie verhaltet ihr euch?
00:14:30: Und was seht ihr aus diesen Situationen?
00:14:32: Was kann man für Rückschlüsse auf euer Fundament ziehen?
00:14:36: Vielleicht sollten wir da einfach mal tiefer reingehen und erzählen, was es da eigentlich alles zu betrachten gibt.
00:14:42: Ja, das kann man auf jeden Fall machen!
00:14:45: Im Prinzip auch schon einen Teil davon gerade vorher angerissen, da Bereich mit den Bedürfnissen beziehungsweise den Wünschen.
00:14:55: Da kommen wir aber gleich noch mal drauf zurück vielleicht einmal vorne weg damit wir alle wissen wo von besprechen das System des Fabiokrad eben genannt hat.
00:15:04: dass nennen wir Beziehungskompass und wie Fabio eben gerade was schon gesagt hat dabei geht es im Prinzip um ein Analysemodell eigentlich in großem Ganzen.
00:15:15: Und über dieses Analyse-Modell kann man dann eben schauen, an welchen kleinen Rädchen man eventuell drehen kann um so erste Schritte in Richtung komplementäre Beziehung zu machen und so erkomplimentär auf diese oder in die Richtung, die wir uns natürlich vorstellen.
00:15:32: Also dass der Mensch im Prinzip der Entscheidungsträger ist und damit auch derjenige ist, der die Verantwortung hat.
00:15:39: Dass sich der Hund da einfach innen... schönen Rahmen, den der Mensch dadurch quasi vorgibt.
00:15:46: Kein Schmieden kann.
00:15:49: Richtig schön ausgedrückt!
00:15:51: Ja und wichtig auch hier... Also eben es ist ein Analyse-Modell.
00:15:55: das heißt es ist keine Methode oder Rangehensweise und auch kein Fitnesspunkteplan.
00:16:00: um zu sagen so jetzt ist meine Beziehung wieder auf Ebene und jetzt können wir einsteigen.
00:16:05: und vielleicht auch nochmal ganz kurz warum heißt das ganze Beziehungskompass?
00:16:08: also ich will ja nicht lange ausschweifen aber warum Kompass?
00:16:11: Ich fand das Symbol eben ganz gut, weil eben Kompass, wenn du irgendwo stehst zeigt dir die ja in welche Richtung du gehen kannst.
00:16:17: Aber der sagt dir nicht welchen Weg du nehmen sollst, welche Hürden es auf dem Weg gibt und er sagt dir aber vielleicht auch einfach wo du deinen Blick hinrichten solltest.
00:16:24: Und das ist das was ich im Fundament habe.
00:16:25: ne?
00:16:26: Ich weiß ich kriege Hinweise, wo ich meinen Blick eventuell mehr hingehen muss und ich bekomme so eine Richtung vorgegeben.
00:16:33: Aber wie ich diesen Weg gehe und welchen ich da auswähle oder welche Hindernisse da aus mich zukommen Das sagt der Kompass eben nicht, das muss ich selber rausfinden.
00:16:44: Ich habe irgendwie das Gefühl, ich muss die ganze Zeit den Textmarker rausholen und diesen Satz unterstreichen euer Weg ist individuell weil es immer das ist was so richtig verloren geht in der Praxis und jeder denkt... Merkt euch das ganz gut, was Katrin gesagt hat?
00:16:59: Es geht um eine Richtung in die ihr geht und nicht um einen vorgefertigten Trainingsweg.
00:17:04: Das heißt individuell schon wir im Training mit eurem Hund okay wie können wir diesen Weg gemeinsam gehen und wie kommen wir ins Ziel?
00:17:11: aber euer Weg ist ganz individuell.
00:17:14: Und wenn du gerade schon am Marken bist von wichtigen Wörtern, Katrin hat noch mal etwas anderes gesagt, was ich auch extrem wichtig finde und zwar die Stolpersteine die am Weg legen.
00:17:25: Das ist auch was, das mir immer wieder auffällt.
00:17:27: Und nicht nur bei Kunden sondern auch bei mir selber und bei Menschen die ich näherken.
00:17:33: Dass Stolpersteine gerne dazu führen dass man anfängt zu zweifeln bin ich auf dem richtigen Weg.
00:17:40: Man ganz häufig erlebt, dass dann vielleicht gerade an so einem Stolparstein der vielleicht auch mal ein bisschen größer ist, dann auf einmal komplett die Richtung ändert weil man eben ja das Vertrauen verliert.
00:17:53: Eigentlich auch schon wieder einer der Punkte, die wir in unserem Beziehungskompass haben und zwar der Punkt Authentizität.
00:18:01: Das schwierige Wort ist also es werde ich heute in dieser Folge auf jeden Fall nicht aussprechen egal wie Ich werde darum sprechen.
00:18:08: Ja, das ist wirklich ein schwieriges Wort.
00:18:09: Aber das Lustige ist.
00:18:10: in der Ausbildung hat Katrin immer gesagt dieses Wort.
00:18:12: Das ist so schwierig und wenn ich es jetzt vor den Kunden spreche dann verhasst mich auch jedes Mal!
00:18:17: Ist einfach der Endgegner dieses Wort.
00:18:19: Ich wollte noch ganz kurz einhaken zu dem Thema was Anne gerade angesprochen hat.
00:18:22: Ich weiß nicht ob ihr das gesehen habt aber ich habe letzte Woche auch einen Zitat zu genau diesem Thema gepostet und ich fand das mega schön.
00:18:29: Da hat jemand darüber gesprochen dass sein Therapeut zu ihm gesagt hat Wenn man beim Wandern stolpert auf dem Weg zum Gipfel ja auch nicht wieder auf dem Parkplatz.
00:18:39: Und ich finde, es trifft's ganz schön!
00:18:41: Weil nur weil ich meinen Stolper steilen habe ist ja nicht mein Weg komplett wieder gelöscht oder ich muss wieder von vorne anfangen sondern das eine kleine Hürde.
00:18:49: dann stehe ich wieder auf, riechte meinen Krönchen und dann gehts wieder weiter.
00:18:53: Kommt vielleicht noch an Dolman-Stolpertum auf meine ganzen Berge?
00:18:59: Ja, aber wir gehen jetzt mal davon aus dass wir nicht komplett wieder runterrollen haben... Hanna ist direkt am Abgrund gestolpt.
00:19:10: Dann wird es schwierig, dann wird's schwierig.
00:19:13: Ja gut immerhin ist Arne dann richtig authentisch?
00:19:16: Werden sie stolper dann richtig und dann direkt den ganzen Berg runter?
00:19:21: Da sind wir eben auch wieder bei dem Punkt Authentizität.
00:19:24: Das finde ich eine unfassbar wichtige Säule in dem ganzen Konstrukt bzw.
00:19:31: Kompass.
00:19:33: Wir hatten das auch in der ersten Folge schon mal ein bisschen angeteasert oder so ein kleines bisschen angesprochen, dass wir häufig sehen, dass man vielleicht auch sehr geprägt durch die sozialen Medien sich vielleicht Dinge vorstellt, die gar nicht so aus dem eigenen Bauchhaus kommen.
00:19:55: Also man sich vorstellt, dass der Hund bestimmte Regeln einhält die einem selber überhaupt nicht wichtig sind beispielsweise oder man sich Methoden aneignet.
00:20:06: Die überhaupt nichts zu einem passen mit denen man sich eigentlich nicht wirklich wohl fühlt.
00:20:11: und ich glaube Fabio hatte das einmal erzählt als er erzählt hat warum er seine Hundeschule unverstellig genannt hat dass er gerne beobachtet, dass die Leute sehr verkrampft sind auf den Testings und den Hund beispielsweise mit leckeriges Versuchen irgendwie überall hinzuleiten.
00:20:29: Und das ist eben wie gesagt ein Punkt zu dem wir uns gerne anschauen.
00:20:33: Und Authentizität bedeutet eben, dass man selbst hinter denen Dingen steht, die man macht und sich damit wohlfühlt.
00:20:42: Für den Hund ist es einfach enorm wichtig, dass Man authentisch ist mit dem was man tut.
00:20:47: Mir ist auch wichtig an der Stelle noch mal zu sagen, dass es überhaupt nicht schlimm ist wenn das Hundehalter... nicht sofort verstehen, beziehungsweise selbst von sich sehen.
00:20:57: Weil dafür machen die ja ganzen diese Dinge haben die Analyse um das praktisch dann euch zu zeigen weil oftmals ist es einfach ganz anders verankert und man nimmt sich selbst ganz anders wahr.
00:21:07: ich glaube wenn wir jetzt wieder auf das kinderbeispiel springen da ist es für jeden verständlich dass wenn ein kind angst hat und wenn ich mich hinter dem Kind dann versteck in der situation dass es nicht authentisch für des kind ist dass ich ihn in der Situation sicher durch diese führen kann.
00:21:22: Und ich glaube, oftmals ist einem das gar nicht bewusst wie man sich positioniert oder was man dem Hund dadurch vermittelt und es ja auch das Schöne am Beruf des Hundetrainers, dass man dafür da ist und da die Menschen an die Hand nehmen können sagen, guck mal an diesem Thema arbeiten wir zusammen?
00:21:36: Absolut!
00:21:37: Weil am Ende des Tages ist es ja so, dass wir hier mit einem Lebewesen zusammenarbeiten, dass halt einfach nicht unsere Sprache spricht Wie du gesagt hast bei einem Kind, das ist einfach dieselbe Schwierziess und zeigt im Endeffekt die selben Verhaltensweisen.
00:21:56: Die halt ein erwachsener Mensch auch zeigt und beim Hund ist es so nicht gegeben.
00:22:00: Natürlich liegt es uns sehr nahe was der Hund macht sonst würden wir wahrscheinlich auch nichts ganz so eng mit ihm zusammenleben.
00:22:07: Aber es ist halt einfach schwieriger.
00:22:08: Und dass man da dann natürlich ins Struggle kommt und nicht immer hundertprozentig weiß, wie ... Ist das denn jetzt richtig?
00:22:17: Und eben gerade dadurch, dass natürlich viele Meinungen herrschen und man sich natürlich informieren will.
00:22:21: Man liest Bücher, man isst in den Sozialmedien, man schaut sich Webinare an und hat so viel Informationen und da dann rauszufiltern was ist das Richtige beziehungsweise für mich das Richtege?
00:22:31: Das ist halt super schwer!
00:22:35: Glaubt meine TikTok-Kommentare würden die da widersprechen, Anne?
00:22:38: Da sind immer alle der Meinung des Hunde unsere deutsche Sprache in vollen und ganzen Sätzen sprechen.
00:22:44: Und dass ich mit meinem Hund alle Themen auf einer kommunikativen Ebene lösen kann und das alles verbal... Ja!
00:22:51: Ich glaube, da würdest du für diese Aussage wieder ein paar Kommentare bekommen.
00:22:55: Katrin widerspricht mir da auch regelmäßig.
00:22:57: Ich sag auch, dass Nox hier das einzelne Wort versteht.
00:23:02: Aber ich weiß es, dass er's nicht tut!
00:23:03: Das ist ja nur einfach... Ja, ich behaupte es trotzdem, dass super Nox eben wie gesagt wir auch mit Hamot Meisel arbeitet so kann der auch Dinge übersetzen.
00:23:13: aber wir gehen nochmal zurück in den Beziehungskompass und jetzt sind wir wieder ausgeschwiffen im schwierigen Wort.
00:23:19: Ich würde noch gerne vielleicht kurz drauf reingehen welche vier Himmelsrichtungen wir quasi haben.
00:23:25: einmal war eben Also authentisch sein.
00:23:27: Eine davon, was wir glaube in der Folge eins auch schon angeteasert hatten oder auch gesprungen hatten waren die Wünsche und Bedürfnisse also einfach den zu unterscheiden Was hat der Hund für bedürfnis?
00:23:38: Und was sind vielleicht in dem Moment Einfachwünsche?
00:23:44: Das hatten wir ja gerade eben schon mal ganz kurz angesprochen mit den Wünschen und Bedirfnissen das war jetzt nochmal zusammengefasst Die Bedürfnisse natürlich gestillt sind, das ist definitiv.
00:23:53: Und dafür sind wir natürlich verantwortlich, weil der Hund die Bedürfe im Zweifel eben nicht selbstständig stillen kann, weil er unter anderem bei uns im Haus lebt
00:24:01: etc.,
00:24:03: aber dass man schon mal ein bisschen genauer hingucken kann an welcher Stelle jetzt in dem Moment tatsächlich ein wichtiges Bedürfen ist oder an welchen Stellen es dann eben der Wunsch ist.
00:24:12: mit dem Beispiel des Kinds, das natürlich schlafen muss und auch wach sein darf Aber man als Erwachsener eventuell da so ein bisschen in den Riegel vorschieben muss, wann das Kind schläft und wann es erwachsen ist.
00:24:25: Genau.
00:24:26: Das macht es.
00:24:28: Mit Wünschen und Bedürfnissen kommen wir auch schon etwas in eine andere Richtung von Beziehungskompass bzw.
00:24:33: eine ähnliche.
00:24:34: Und zwar bleiben ja manchmal die Bedürfenisse der Hundehalterinnen auf der Strecke.
00:24:40: Da haben wir ne eben, die oftmals vergessen wird.
00:24:42: Vielleicht können wir da noch mal ein bisschen reingehen?
00:24:44: Ja ...
00:24:46: Okay!
00:24:46: Wir gehen in die nächste E-Mailsrichtung Und zwar eben die Selbstfürsorge, vielleicht auch für uns selber.
00:24:52: Das nennen wir aber so ein bisschen Abgrenzung und ich finde auch wichtig was viele mit Abgrenzungen verwechseln ganz viel mit Ignorieren.
00:24:59: Wenn ich sage grenze ich mal ein bisschen von deinem Hund ab?
00:25:01: Schau mal dass du Me Time hast das du mal Selfcare betreibst.
00:25:05: Dass du wirklich mal Dinge wie du jetzt verspürst auch einfach mal machst.
00:25:08: Da stellen ganz oft die Bedürfnisse von uns einfach über die des Hundes unter die des Hunde und nehmen uns selber gar nicht mehr wahr.
00:25:16: Und dann sagen immer viele zu mir, ja aber ich kann auch den Hund nicht den ganzen Tag ignorieren.
00:25:20: Darum geht es ja auch gar nicht ne?
00:25:22: Also es geht ja gar nicht um das Ignorieren weil Ignoriern wäre.
00:25:26: Ich weiß dass der Hund da ist und ich mach's mit Absicht gucke ihn nicht an und rede nicht mit ihm oder eben ich grenze mich ab, weil ich gerade was tue.
00:25:34: Das heißt, da sind wir auch wieder bei dem... Auch wieder ein bisschen bei Wünsche und Bedürfnisse.
00:25:39: Ich mache grade etwas deshalb bin ich jetzt gerade nicht verfügbar aber ich bin ja später wieder verfügbar.
00:25:47: Ich glaube, was wir da vielleicht als Trainer sehen in dem Moment ist schon die Perspektive in der Zukunft.
00:25:53: Was sich daraus entwickelt und das es für die Hundehalter-Hundehaltern nicht immer ganz gleich und verständlich weil wir sehen ja oftmals Menschen, die dann immer unzufriedener werden immer unglücklicher und dann irgendwann in emotionale Diskussion mit den hunden geraten was natürlich dann total unfair ist.
00:26:09: Und ich glaub dass es immer auch unsere Sorge da in diesen thematiken für den mensches immer ganz schlimm zu sagen Schlimm zu sagen, ich mach jetzt mal was ohne meinen Hund.
00:26:18: Für den Hund ist es aber gar nicht schlimm, weil er... Also kommt immer auf den Hund drauf an ja wenn der Hund ein Thema mit Trennungsangst hat und so ist noch mal etwas anderes.
00:26:26: Aber in dem Moment ist das für den Hund auch vielleicht mal total toll zur Ruhe zu kommen um nicht fünfhundert Jobs gleichzeitig zu haben?
00:26:33: Ja!
00:26:34: Das ist tatsächlich ein Faktor, der wichtiger Punkt ist und ich glaube an dieser Stelle merkt man auch wieder dass alle Himmelsrichtungen die wir jetzt gerade angesprochen haben irgendwie auch wieder ineinander greifen.
00:26:47: Also man kann die nicht komplett getrennt voneinander betrachten, sondern wenn wir jetzt eben über das Thema ich grenz mich im Alltag absprechen haben wir definitiv wieder einen Bogen zur Authentizität.
00:27:00: Ich bleib bei mir!
00:27:01: Ich entscheide für mich Dinge, die ich einfach für mich entscheiden darf.
00:27:06: und auf der anderen Seite haben wir dann natürlich wieder den Berührungspunkt im Bereich Wünsche und Bedürfnisse.
00:27:12: Das heißt, das passt alles zusammen und es gehört alles zusammen.
00:27:16: Ich kann mir nicht aussuchen ich arbeite nur an den Wünschen und lasse das Thema Abgrenzung im Alltag und Selfcare komplett aus dem Vorgang.
00:27:26: Das funktioniert halt nicht.
00:27:27: Ja ein Punkt was wir uns ja auch noch anschauen sind da gerade die ganzen Musterroutinen Automatismen, die da ja auch wieder rum reinspielen.
00:27:34: also wie oft denken wir?
00:27:37: bei der Arbeit oder im Homeoffice.
00:27:40: Ich bin eigentlich gerade mit was beschäftigt, das heißt ich bin eigentlich grade nicht für etwas anderes verfügbar.
00:27:45: Wie oft kommt der Hund und unsere Hand wandert automatisch zum Hund und wir streicheln?
00:27:49: Und es ist irgendwie so nebenbei!
00:27:52: Also es passiert einfach so nebenbein der Hund hat die Aufmerksamkeit bekommen.
00:27:56: Ich habe gestreichelt aber wenn ich drüber nachdenke, die Qualität davon ist auch nicht wirklich schön also quasi so ein Nebenbei-Streichler und dann einmal bewusst darüber nachzudenken Ich bin ja gerade nicht verfügbar, weil ich arbeite grade und der Hund hat er eigentlich in dem Moment grad den Wunsch nach Aufmerksamkeit oder nach gestreichelt zu werden.
00:28:16: Macht aber Sinn, ihn vielleicht jetzt gerade nicht zu erfüllen und zu sagen, hey, zum späteren Zeitpunkt, wenn ich Feierabend hab, glaub' ich den Laptop zu?
00:28:22: Und dann haben wir Primetime!
00:28:26: Ja das ist glaube ein ganz wichtiger Punkt.
00:28:28: die Besitzer denken immer okay, das heißt... Ich möchte gar nichts mit dir zu tun haben, warum?
00:28:34: das geht's ja gar nicht.
00:28:35: Und es ist auch so oft in der Praxis wenn ich die Menschen dann frage, ist euer Hund auf dem Sofa?
00:28:41: Ist euer Hund auf dem Bett?
00:28:42: Da gehts mir gar nicht darum das zu verbieten.
00:28:44: Ich weiß schon was ich hinaus will aber die Menschen sind immer ganz panisch und sagen Ja er isst aufm Sofa!
00:28:50: Ist das schlimm?
00:28:51: Dann sage ich Nee mein Hund ist auch aufm sofa.
00:28:53: Aber was geht mir da rum?
00:28:55: Tut er es immer?
00:28:56: oder kannst du auch mal sagen hey jetzt hätt' dich gern Zeit für mich und jetzt möchte ich mal ganz kurz alleine auf'm Sofa sein?
00:29:03: Ja, es ist auch bei den Routinen ja so.
00:29:05: Es geht ja nicht darum, dass ich sage okay vielleicht noch mal ganz kurz für unsere Zuhörerinnen da draußen was sind denn überhaupt Muster-Routine oder Automatismen?
00:29:16: Das ist also ein bisschen unterschiedlich.
00:29:17: das sind Dinge die einfach irgendwie auch unbewusst passieren die immer wieder sich quasi wiederholen.
00:29:24: man weiß ohne dichs den Kopf anzustrecken quasi was man zu tun hat und das ist ja irgendwas was im Alltag auch Sinn macht.
00:29:31: Genau, also es soll den Alltag im Prinzip ja einfach erleichtern am Ende des Tages.
00:29:36: Dass man eben nicht nachdenken muss und nicht für jeden Schritt nachfragen muss was tun wir als nächstes?
00:29:42: Also dafür hat man diese Muster-und Routinen.
00:29:45: aber auf der anderen Seite passiert halt ganz schnell dass wenn wir nur noch an uns oder nur noch Muster und Routine quasi haben das die Kommunikation quasi zwischen den zwei Partnern, die da irgendwie zusammenleben.
00:30:00: Ob das jetzt Menschen oder eben Hunde sind?
00:30:02: Dass sie so ein bisschen verloren geht und damit dann am Ende des Tages auch so'n bisschen die Orientierung.
00:30:08: Und das ist was dass man durchaus anpacken kann sollte man bewusst machen muss man auch darauf achten was hat man dafür einen Hund?
00:30:17: bei manchen hunden macht es durchaus auch Sinn mehr Routinen einzuführen.
00:30:21: also nicht so dass wir Pauschal sagen, ja durchbrech mal hier ein paar Routinen im Alltag damit dann sich besser an die orientiert.
00:30:29: Sondern wir gucken da genau hin was ist notwendig.
00:30:33: Eher durchbrechen eher mehr oder an eine andere Stelle unterbrechen.
00:30:38: Ich finde es immer ganz auch gut zu sagen eben anzuschauen wo unterstützen uns Routine?
00:30:43: Also wo unterstützen Sie das Ganze und wo ersetzen sie eventuell Orientierung an mir selber?
00:30:48: Und wo brauche ich es eigentlich nicht.
00:30:50: Das heißt eben, ich kann nicht pauschal sagen dass sind übrigens Beispiele wie du Retin durchprichst und ich mache das dann einfach weil vielleicht macht das für dich und deinen Hund da an der Stelle gar keinen Sinn.
00:31:00: also ist auch nochmal ein wichtiger Punkt einfach zu schauen nur weil wir sagen Es ist eine Stellschraube heißt es nicht dass es die Stellschnaube genauso ist wie Beispielen die wir genannt haben.
00:31:10: Anne, vielleicht sagst du uns noch mal ganz kurz, warum man überhaupt Routinen anfässt oder warum wir diese Blickrichte überhaupt ausgewählt haben.
00:31:18: An der Stelle kann man betonen, dass es nicht zwangsläufig darum geht die Routine an sich zu verändern.
00:31:25: Wenn ich jetzt quasi die Leine jedes Mal in die Hand nehme und erst einmal einen Kaffee trinken gehe, dann habe ich zum Einen natürlich nur eine andere neue Routine erschaffen.
00:31:37: Aber im Prinzip geht es ja dabei darum, dass ich gerade in Coachings, in denen ich feststelle okay da ist irgendwie schon seit Jahren ein Problem.
00:31:50: Das ist total Verfahren.
00:31:52: der Hund orientiert sich gar nicht mehr am Mensch und die leben quasi so ein bisschen nebeneinander her und wir haben aber einen Thema das wir bearbeiten müssen.
00:31:59: Wir kriegen diese Aufmerksamkeit des Hundes quasi so gar nicht eingefangen dann kann ich eben genau diesen Punkt nutzen.
00:32:08: Dann kann ich sagen, alles klar!
00:32:10: Ich mache im Alltag Kleinigkeiten.
00:32:12: es geht nicht darum den Hund komplett zu stressen oder irgendwie was Krasses zu verhindern sondern es geht wirklich darum dass der Hund einmal kurz überlegt okay krass das ist einfach etwas anders und dann einmal Kontakt zum Menschen aufnimmt.
00:32:26: und darauf muss man auch... Es geht nicht doch um.. Das war an der Stelle dann irgendwas vom Hund verlangen.
00:32:29: Sondern es geht einfach nur darum dass Der Hund sagt Häh?
00:32:32: Warte mal!
00:32:33: Irgendwas ist anders.
00:32:35: Und das machen wir ein paar Mal und dadurch haben wir eben so ein bisschen die Aufmerksamkeit angefangen.
00:32:38: Und dann kann man eben anfangen, weitere Dinge im Beziehungskonpass anzupacken.
00:32:44: Ich würde da tatsächlich gerne an der Stelle einmal die Tür für unsere Zuhörerinnen aufmachen.
00:32:49: Jetzt haben wir ziemlich tief über dieses Thema gesprochen, vielleicht könnt ihr einfach mal in die Kommentare schreiben.
00:32:55: Musstet ihr schmunzeln?
00:32:56: Habt ihr Situationen mit eurem Hund, indem ihr genau diese Dinge habt, habt ihr Automatismen und wenn ja welche?
00:33:02: Vielleicht könnte uns da einfach mal drüber erzählen.
00:33:04: das wäre super spannend an dieser Stelle!
00:33:06: Okay dann würde ich sagen... ein Detail drauf hier auf unsere Folge, weil wir waren doch schon bisschen sehr am Reden und würde sagen bis zum nächsten Mal.
00:33:16: Bis dahin!
00:33:16: Tschüss.
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